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Bückbürgertum - Ich bin erst auf Seite 85. Na und?

Von Naty Barth,

Veröffentlicht am 22. Juli 2026   —   2 Min. Lesezeit

Bückbürgertum - Ulf Poschardt
Bückbürgertum - Ulf Poschardt

Zusammenfassung

Dieses Buch ist kein Wohlfühlroman für den Nachttisch. Es ist eher ein kleiner Tritt gegen das Schienbein der eigenen Bequemlichkeit.

Nach Shitbürgertum nun das Bückbürgertum.

Derzeit bin ich auf Seite 85. Schnell kann man das eh nicht lesen…

…ganze zwei Passagen habe ich bis jetzt fett angestrichen:

„…Franz-Josef Strauss, einen Intellektuellen, der sich antiintellektuell inszenierte,…“ (Beim Franz-Josef schlägt mein bayerisches Herz sowieso immer etwas schneller.)
Moralaristokratie (Schöne Begriffe, die Zeitgenössisches auf den Punkt bringen, gefallen mir sowieso.)

Nun lese ich also das zweite Buch seiner voraussichtlichen Trilogie. Shitbürgertum war das erste Erzeugnis, dieses nun das zweite und das dritte scheint wohl Fightbürgertum zu heissen.

Der Name des Herrn, den ich mir gerade zu Gemüte führe, ist Ulf Poschardt. Ein Porsche fahrender, sehr gescheiter Mann, der sich um nix scheisst, wie man in Bayern sagt. Ganz im Gegenteil: Wenn er in einer Talkshow sitzt, hängt man gebannt an seinen Lippen, aus denen gemächlich - auf keinen Fall gehetzt - die interessantesten Gedanken und Formulierungen kugeln. Meist als Seitenhieb oder als direkter Spiegel der offensichtlichen Blödheit seines Gegenübers (und wie ich finde, oft vollkommen angebracht).

Am Morgen lese ich meinem Mann jeweils aus dem Buch vor und wir unterhalten uns anschliessend über die klugen Passagen des Herrn Poschardt. Darum dauert es bei uns auch immer eine Ewigkeit, bis so ein Buch fertiggelesen ist.

In der Regel veröffentlichen die Leute ihre Kritiken erst, wenn sie ein Buch durch haben. Macht ja auch Sinn. Aber ich tue nicht immer das, was Sinn ergibt. Und so ist es auch hier.

Der Mann bekommt allein aufgrund seines ersten Buches Shitbürgertum einen ordentlichen Vorschuss an Vertrauen.

Also lasst Euch nicht von schrägen Leuten, die Euch eventuell nur maximal bevormunden wollen, davon abhalten, dieses absolut lesenswerte Buch eines interessanten Menschen zu besorgen!

Ich weiss, ich weiss. Auf dem Titelbild fehlt das d in Poschardts Namen. Ich kann Euch versichern, dass ich meine KI diverse Male beauftragt habe, dieses nachzurüsten. Aber sie war wohl zu müde, hat mir erst die Arbeit verweigert und anschliessend das Format des ganzen Bildes auseinandergepflückt. Also dachte ich mir: Lassen wir's und schauen, welche Schlaumeier das entdecken.

 

 






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